5 Prozent mehr Entgelt und ein Extraplus für Azubis!

Los geht’s mit der Tarifrunde 2019 im Kfz-Handwerk

Die Tarifforderungen für das Kfz-Handwerk Baden-Württemberg stehen: Die IG Metall fordert für ihre Mitglieder fünf Prozent mehr Entgelt über eine Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen überproportional ansteigen. Außerdem soll es eine soziale Komponente geben und Gespräche über Veränderungen am Vergütungssystem. Die Tarifkommission beschloss diese Forderungen einstimmig. Die erste Verhandlung ist für den 8. Mai geplant.

Unsere Forderungen

Entgelt

Fünf Prozent mehr Entgelt auf zwölf Monate

1
Auszubildende

Überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen

2
Schulische Ausbildung

Vergütungsregelung für Auszubildende in der schulischen Ausbildung (Berufsfachschule)

3
Beschäftigungsstufen

Veränderung der Stufen der Beschäftigungsjahre im Gehaltsabkommen

4

„Die Forderungen sind gut, ein Abschluss sollte möglichst nahe daran kommen. Bei sehr hohen Arbeitsbelastungen im Betrieb wünschen sich die Kolleginnen und Kollegen mehr Entlastung. Und bessere Chancen für ihre eigene Entgeltentwicklung im Vergütungssystem.“

Sigrun, IG Metallerin und Mitglied der Tarifkommission

Die Tarifrunde startet!

Die IG Metall-Mitglieder in den Kfz-Betrieben bereiten sich jetzt auf die Tarifrunde 2019 vor. Umfragen und Rückmeldungen aus den Betrieben zeigen, dass die IG Metall-Mitglieder verstärkt bereit sind, sich an Aktionen zu beteiligen. Dazu gehört auch die Gewinnung von neuen Mitgliedern.

Verhandlungsstart ist am 8. Mai. Die gekündigten Tarifverträge laufen Ende Mai aus. Für Anfang Juni sind bundesweite Aktionstage geplant.


Die Lage im Kfz-Handwerk

Die wirtschaftliche Lage wird als überwiegend gut eingeschätzt – trotz „Dieselaffäre“ und etwas gebremster Konjunktur. Außerdem stieg der Umsatz pro Beschäftigten in den letzten Jahren immer weiter an. Das können alle am eigenen Leib spüren: Arbeitsbelastung und Leistungsverdichtung in den Autohäusern und Werkstätten haben stark zugenommen, noch beschleunigt durch die Digitalisierung. Die Beschäftigten erwarten nun ihren fairen Anteil vom Erwirtschafteten.


„Die Beschäftigten dürfen von der Entwicklung der Entgelte in der Industrie nicht abgekoppelt werden und die Branche muss für Fachkräfte attraktiver werden.“
Martin Sambeth, Verhandlungsführer für die IG Metall Baden-Württemberg

Nachwuchs gewinnen

Mit einer überproportionalen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen kann die Branche qualifizierten Nachwuchs besser gewinnen. Der demografische Wandel verschärft sich weiter. Zu diesem Thema gehöre auch, dass Jugendliche eine Vergütung erhalten, die ihr erstes Ausbildungsjahr in der Berufsfachschule absolvieren.

Aktionstag

„In der ersten Verhandlung sind die Arbeitgeber ein Angebot schuldig geblieben. Wir erwarten, dass sie das am 14. Juni bei der zweiten Verhandlung in Stuttgart nachholen“, so Martin Sambeth, Verhandlungsführer der IG Metall Baden-Württemberg. Daher machten 1400 Beschäftigte am 04. Juni mit Kundgebungen und Demonstrationen in Kfz-Betrieben in ganz Baden-Württemberg Druck auf die Arbeitgeber.


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Respekt für gute Arbeit

Bessere Arbeitsbedingungen gibt es nur mit Tarifvertrag – das gilt nicht nur im Kfz-Handwerk. Was Tarifbindung genau bedeutet und wie die IG Metall Baden-Württemberg dir dabei hilft, erfährst du hier:

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Aller Anfang ist schwer. Häufig dauert es Jahre, bis sich Beschäftigte in einem Betrieb trauen, etwas gegen ihre schlechten Arbeitsbedingungen zu unternehmen. Wichtig ist, strukturiert vorzugehen und die IG Metall mit ins Boot zu holen.

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Gemeinsam stark im Kfz-Handwerk!

Die IG Metall ist eine starke Gemeinschaft – und eine beherzte Interessensvertretung der abhängig Beschäftigten. Sie unterstützt und bietet Rückhalt für ihre Mitglieder. Je mehr wir sind, desto mehr können wir erreichen!


[1] Beschäftigte in nicht-tarifgebundenen Betrieben in Baden-Württemberg verdienen durchschnittlich 24 % weniger. Dabei handelt es sich um einen statistisch ermittelten Durchschnittswert. Individuell kann das unterschiedlich sein. Tarifverträge müssen durchgesetzt werden und können sich je nach Konstellation und Branche unterscheiden. Quelle: Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes 2014, veröffentlicht April 2016. [2] Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben in Baden-Württemberg haben Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub. Zusätzlich gibt es z.B. in der Metall- und Elektroindustrie rund 70 Prozent eines Monatseinkommens als zusätzliches Urlaubsgeld. In nicht-tarifgebundenen Betrieben haben Beschäftigte nur Anspruch auf 24 Werktage Urlaub. Tarifverträge müssen durchgesetzt werden und können sich je nach Konstellation und nach Branche unterscheiden. Individuell kann der Urlaubsanspruch unterschiedlich sein. [3] Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben in Baden-Württemberg arbeiten durchschnittlich 2,6 Stunden pro Woche weniger. Dabei handelt es sich um einen statistisch ermittelten Durchschnittswert. Individuell kann das unterschiedlich sein. In der Metall- und Elektroindustrie beispielsweise beträgt die tarifliche wöchentliche Arbeitszeit 35 Stunden, im Kfz-Handwerk beträgt die tarifliche wöchentliche Arbeitszeit 36 Stunden. Tarifverträge müssen durchgesetzt werden und können sich je nach Konstellation und Branche unterscheiden. Quelle: Verdienststrukturerhebung des Statistischen Bundesamtes 2014, veröffentlicht April 2016.